Erzbistum Köln – Hilfswerk missio – Schwerpunktregion Westafrika

13. Oktober 2020 Newsdesk/Je

Köln. Das Erzbistum Köln ruft gemeinsam mit dem katholischen Hilfswerk missio zur Teilnahme am Sonntag der Weltmission auf. In den Gottesdiensten am Sonntag, 25. Oktober 2020, wird die Kollekte zum Weltmissionssonntag gehalten, die für die Seelsorge und Sozialarbeit der Kirche in den ärmsten Regionen der Welt bestimmt ist. Die Kollekte wird weltweit in über 100 Ländern gesammelt, in den meisten Ländern am 18. Oktober. Die Schwerpunktregion ist in diesem Jahr Westafrika.

Damit soll der Hinweis verbunden sein, dass die zugedachten Spenden nicht nur auf dem Weg der Kollekte geleistet, sondern auch überwiesen werden können:

  • Missio Aachen, IBAN DE23 3706 0193 0000 1221 22
  • Missio München, IBAN DE96 7509 0300 0800 0800 04

Überlebenswichtige Solidarität

Besonders in ärmeren Ländern verfügen die Menschen nicht über die Mittel, um wirksam auf die Corona-Pandemie zu reagieren. Auch in Westafrika stehen die kirchlichen Partnerinnen und Partner von missio vor der Herausforderung, diese schwere Krise zu meistern. Dort ist es meist die Kirche, die – so gut sie kann – auf die medizinischen und pastoralen Bedürfnisse der Menschen eingeht. Schon vor der Pandemie wurde das Miteinander von Gewalt und terroristischen Anschlägen erschüttert. Die Auswirkungen von Covid-19 verstärken Spannungen und Gewalt; der soziale Friede ist gefährdet.

Deshalb steht der Weltmissionssonntag 2020 am 25. Oktober unter dem Motto „Solidarisch für Frieden und Zusammenhalt“.

Wegen Corona-Pandemie droht gravierender Spendenrückgang

Die Solidaritätskollekte am Weltmissionssonntag ist für die Kirche in den ärmsten Regionen der Welt überlebenswichtig. Ohne sie wäre die diakonische und pastorale Arbeit vielerorts nicht möglich. Aufgrund der Corona-Pandemie werden aber viele Gemeinden weltweit keine Kollekte halten können. Der Solidaritätsfonds, der die ärmsten Diözesen im nächsten Jahr unterstützen soll, droht deshalb leer zu bleiben. Daher ruft das Erzbistum Köln gemeinsam mit dem Hilfswerk missio in besonderer Weise zu der Kollekte auf.

Aufruf zur Kollekte am Weltmissionssonntag

Beispielland Nigeria

Der missio-Aktionsfilm erklärt am Beispiel von Nigeria die Herausforderungen der Coronkrise in Afrika und wie die katholische Kirche mit ihnen umgeht. Das bevölkerungsreichste Land Afrikas hat nach Südafrika und Ägypten die höchste Zahl von Corona-Infektionen. Im April meldeten Totengräber der Stadt Kano im Norden Nigerias ungewöhnlich viele Verstorbene. Wochenlang leugneten Behörden den Bezug zu Corona, bevor sie schließlich doch die Regierung um Hilfe baten.

Ergebnis der Kollekte 2019

2019 wurden im Erzbistum Köln 277.348 Euro (2018: 363.034 Euro) für die Kollekte zum Weltmissionssonntag gesammelt. Bundesweit sammelte missio Aachen 2019 mit der Kollekte am Sonntag der Weltmission insgesamt rund 3,54 Millionen Euro (2018: 3,86 Millionen Euro).

Der Weltmissionssonntag

Der Weltmissionssonntag ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Rund 120 päpstliche Missionswerke auf allen Kontinenten sammeln an diesem Sonntag für die pastorale und soziale Arbeit der Kirche in den 1.100 ärmsten Diözesen. Jährlich sammeln die rund 120 missio-Werke normalerweise weltweit zwischen 80 und 90 Millionen Euro bei dieser Aktion. Gläubige weltweit setzen damit ein Zeichen der Hoffnung für die Ärmsten und Bedürftigsten in Afrika und Asien.