Moveo – aktiv für Schöpfung und Klimaschutz

Gelebte Schöpfungsverantwortung im Erzbistum Köln

Die Bewahrung unserer Umwelt ist die größte Menschheitsaufgabe unserer Zeit. Als Christen sind wir mit der Schöpfung besonders verbunden und somit ist konkretes Handeln gefragt und gefordert. Das Erzbistum Köln hat sich 2013 Klimaschutzziele gesetzt, die motiviert durch die Enzyklika Laudato Si' im Rahmen des Pastoralen Zukunftsweges erneuert werden.

Die neue Vision zur Schöpfungsverantwortung im Erzbistum Köln wird darstellen, wie wir uns bis 2030 auf den Weg zu einer ökologischen Umkehr machen möchten. In gegenseitiger Unterstützung werden das Erzbistum Köln mit den Kirchengemeinden, Verbänden und kirchlichen Einrichtungen Maßnahmen zum Erhalt der Schöpfung lebendig und kreativ gestalten und umsetzen.

Wir freuen uns, mit Ihnen gemeinsam für unsere Schöpfung aktiv zu sein.

Umweltschutz hat im Erzbistum Köln einen Plan

Zwei Millionen Katholiken leben im Erzbistum Köln, etwa 50.000 von ihnen arbeiten hauptamtlich in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen, weitere 200.000 engagieren sich ehrenamtlich. Das Erzbistum Köln ist somit ein erheblicher Faktor, der auch beim Klimaschutz einen spürbaren Unterschied machen kann und will. Basis dafür ist ein wirkungsvolles Klimaschutzkonzept, das umfassend aktualisiert wird. 

Die Erderwärmung muss begrenzt werden, sonst sind die Folgen für das Leben auf unserer Erde dramatisch. Darin besteht breite Einigkeit; die Bundesregierung zum Beispiel hat sich, orientiert am Pariser Klimaabkommen, zum Ziel gesetzt, für Deutschland bis 2050 weitgehende Treibhausgasneutralität zu erreichen. Das Erzbistum Köln möchte dies bereits 2030 erreichen.
 
Im aktuellen Klimaschutzkonzept des Erzbistums Köln ist als Ziel festgeschrieben, den CO2 Ausstoß im Erzbistum bezogen auf den Zeitraum 2007 bis 2020 um 25 % zu reduzieren. Die neuen Ziele der Weltgemeinschaft zeigen, dass es auf dem Weg dorthin noch entschlossener weiter gehen muss. Das Klimaschutzkonzept liefert dazu den Rahmen und den roten Faden für das Erzbischöfliche Generalvikariat, die Erzbischöflichen Einrichtungen und die Kirchengemeinde.
 
Wieder mehr Ehrfurcht lernen
Die Schöpfung als bewahrenswertes Wunder, das ist zu lange aus dem Augenfeld gerückt. Der Raubbau des Menschen an der Natur, der sich nun im schöpfungsbedrohenden Klimawandel ausdrückt, ist dafür ein klares Zeichen. Das Klimaschutzkonzept zeigt, wie das Erzbistum Köln und jeder Einzelne mehr Verantwortung für die Schöpfung übernehmen kann und soll. Es zeigt konkrete Handlungsfelder auf, schreibt Ziele fest und nennt Maßnahmen. Der umfassende Umstieg auf Ökostrom ist nur ein Beispiel. Das Konzept umfasst unter anderem die sechs großen Bereiche: Bau/Immobilien, Mobilität, Beschaffung, Umweltmanagement, Biodiversität und Bildung. Oft kann mit wenig viel erreicht werden – der erste Schritt ist, wieder mehr Ehrfurcht vor der Schöpfung zu lernen. Die weiteren Schritte zu gehen, ist dann fast schon die logische Konsequenz.

 

Mit klaren Positionen und Forderungen zu Umwelt- und Klimaschutz, sozialer Ungerechtigkeit und der Bewahrung natürlicher Ressourcen hat der Papst in seiner Enzyklika „Laudato si' aus dem Jahr 2015 unmissverständlich Stellung bezogen. 

 
Ein weltweiter Weckruf
Der Papst benennt in seiner 2. Enzyklika das Handeln des Menschen als selbstmörderisch. Nach seinen Worten könne der weltweite Lebensstil des Konsumismus nur in Katastrophen enden. Er fordert Politik, Wirtschaft und die Menschen mit klaren Worten auf, umzusteuern und ganz konkret den Treibhausgasausstoß in großem Maßstab zu reduzieren. Im Weiteren prangert er die Herrschaft der Wirtschaft über die Politik an, durch die der notwendige wirkungsvolle Umweltschutz blockiert werde. Auch das Leben der Reichen auf Kosten der Armen in der Welt kritisiert er scharf. Neben Klimaschutz gehören mehr Entwicklungschancen für die ärmeren Länder und die faire Verteilung von Ressourcen zu seinen zentralen Forderungen.
 
Der päpstliche Appell als klares Signal zur Bewahrung der Schöpfung
Weltweit hat der „Klimaschutzaufruf“ des Papstes großen Wiederhall und enorme Zustimmung erfahren. Für die katholische Kirche in Deutschland, von der Bischofskonferenz über die Bistümer und die Gemeinden bis zu den Gläubigen, hat er noch einmal eine besondere, verpflichtende Bedeutung. Es ist ein Auftrag auch für das Erzbistum Köln, den Worten des Papstes handfeste Taten folgen zu lassen.

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